Traktionstherapie mit dem Chattanooga Triton DTS

Computergesteuerte Wirbelsäulen-Dekompression in Heilbronn. Der Chattanooga Triton DTS 6e gehört zu den modernsten Traktionssystemen weltweit – und steht bei THERACUS für Sie bereit. Zur konservativen Behandlung von Bandscheibenvorfällen, Vorwölbungen und Spinalkanalstenosen.

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Traktionstherapie an der Halswirbelsäule mit dem Chattanooga Triton DTS 6e – Ayhan Ceylan, THERACUS Heilbronn

Warum Ihre Bandscheibe Entlastung braucht

Ihre Wirbelsäule trägt Sie jeden Tag. Beim Stehen, Sitzen, Heben – immer lastet Druck auf Ihren Bandscheiben. Normalerweise kein Problem: Die Bandscheibe ist dafür gemacht. Sie besteht aus einem weichen Kern (Nucleus pulposus), der von einem festen Faserring (Anulus fibrosus) umschlossen wird. Tagsüber wird sie zusammengedrückt, nachts im Liegen erholt sie sich – sie zieht Wasser und Nährstoffe zurück und regeneriert sich.

Aber manchmal funktioniert dieser Kreislauf nicht mehr. Wenn der Druck zu groß wird, wenn die Bandscheibe zu wenig Erholung bekommt, wenn sie austrocknet – dann kann der Kern nach außen treten. Das Ergebnis: Ein Bandscheibenvorfall oder eine Vorwölbung, die auf Nerven drückt und Schmerzen verursacht, die bis ins Bein ausstrahlen können.

Die gute Nachricht: In 60 bis 90 % aller Fälle lassen sich Bandscheibenvorfälle konservativ – also ohne Operation – behandeln. [1]

Was Traktionstherapie bewirkt – und warum sie funktioniert

Das Prinzip der Traktionstherapie ist so einfach wie wirkungsvoll: Die Wirbelsäule wird gezielt und sanft in die Länge gezogen. Dadurch entsteht im Bandscheibenraum ein negativer Druck – ein Unterdruck. Wissenschaftliche Messungen zeigen, dass dieser Druck auf Werte von bis zu –160 mmHg sinken kann. [2]

Die Bandscheibe kann Wasser zurückziehen.

Der negative Druck sorgt dafür, dass Flüssigkeit aus den umliegenden Wirbelkörper-Endplatten zurück in die Bandscheibe diffundiert. Eine MRT-gestützte Studie aus 2022 konnte diese Rehydratation der Bandscheibe nachweisen – insbesondere bei Bandscheiben mit früher bis mittlerer Degeneration zeigte sich eine messbare Zunahme des Wassergehalts. [3]

Nährstoffe gelangen wieder zur Bandscheibe.

Die Bandscheibe hat keine eigene Blutversorgung. Sie ist darauf angewiesen, dass Nährstoffe und Sauerstoff aus der Umgebung zu ihr diffundieren. Studien deuten darauf hin, dass Traktion diesen Nährstofftransport und den Stoffwechsel in der Bandscheibe verbessern kann. [3][4]

Nervenwurzeln werden entlastet.

Durch die Erweiterung des Bandscheibenraums wird der Druck auf komprimierte Nervenwurzeln reduziert – was die ausstrahlenden Schmerzen lindern kann.

Verengte Spinalkanäle können sich erweitern.

Bei Spinalkanalstenosen kann die gezielte Traktion dazu beitragen, den verengten Kanal sanft zu öffnen.

Was die Forschung sagt

Die wissenschaftliche Studienlage zur Traktionstherapie ist umfangreich. Hier ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse:

Bandscheibenvorfälle können sich nachweisbar verkleinern.

Eine randomisierte kontrollierte Studie mit 60 Patienten untersuchte die Wirkung computergesteuerter Dekompression bei subakuten Bandscheibenvorfällen. Nach 10 Sitzungen in 8 Wochen zeigte die MRT-Kontrolle: Das Vorfallvolumen ging in der Behandlungsgruppe im Durchschnitt deutlich stärker zurück als in der Kontrollgruppe. Bei einem Teil der Patienten reduzierte sich das Volumen sogar um mehr als die Hälfte. [1]

Hohe Erfolgsraten bei Schmerzreduktion.

In einer klinischen Studie mit 219 Patienten berichteten 86 % über eine deutliche Schmerzlinderung nach spinaler Dekompressionstherapie. [5] Eine große retrospektive Analyse mit über 770 Patienten – darunter viele, die auf vorherige Therapien nicht angesprochen hatten – ergab eine Erfolgsrate von 71 % mit guten bis exzellenten Ergebnissen nach 20 Behandlungen. [6]

Traktionstherapie im Vergleich: Höchste Effektstärke.

Eine aktuelle Meta-Analyse aus 2025, die drei konservative Behandlungsmethoden bei Bandscheibenvorfällen verglich (Bewegungstherapie, Manipulation und Traktion), kam zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Die Traktionstherapie zeigte die höchste Effektstärke aller drei Methoden. [7]

Besser als herkömmliche Physiotherapie.

Eine Meta-Analyse aus 2022 fasste mehrere randomisierte Studien zusammen und stellte fest, dass mechanische Traktion Lenden- und Beinschmerzen wirksamer linderte und die Funktionsfähigkeit stärker verbesserte als konventionelle Physiotherapie allein. [8]

MRT-Nachweis: Regeneration auf zellulärer Ebene.

Auch auf zellulärer Ebene gibt es vielversprechende Hinweise. Forschungen zeigen, dass Bandscheiben-Distraktion die Expression von Matrix-Genen (Kollagen, Proteoglykane) anregen und die Zellregeneration fördern kann – Bausteine, die die Bandscheibe braucht, um Wasser zu binden und sich zu reparieren. [4] In einer Fallserie mit 13 Patienten zeigten sich nach 20 Dekompressionssitzungen bei einem Großteil der Patienten deutliche Veränderungen im MRT – bei einem Patienten verschwand ein sequestriertes Fragment vollständig. [9]

Langzeitwirkung: Effekte halten an.

Eine Studie mit 6-Monats-Follow-up zeigte, dass der Unterschied zwischen der Traktionsgruppe und der Kontrollgruppe auch nach einem halben Jahr statistisch signifikant blieb – ein Hinweis darauf, dass die Wirkung über die akute Behandlungsphase hinausgeht. [10]

Der Chattanooga Triton DTS 6e

Nicht jedes Traktionsgerät arbeitet gleich. Der Chattanooga Triton DTS 6e, den wir bei THERACUS einsetzen, ist ein computergesteuertes Dekompressionssystem der neuesten Generation des amerikanischen Herstellers Chattanooga (DJO Global).

Computergesteuerte Zugkraft

Die Traktionskraft wird millimetergenau dosiert und in Echtzeit an Ihre Reaktion angepasst. Kein manuelles Raten – sondern reproduzierbare, präzise Therapie.

Intermittierende Dekompression

Der Triton DTS arbeitet mit wechselnden Zug- und Entspannungsphasen. Dieses zyklische Prinzip ahmt natürliche Bewegungsmuster nach und fördert den Flüssigkeitsaustausch in der Bandscheibe.

Segmentspezifische Behandlung

Über die Winkeleinstellung wird gezielt das betroffene Wirbelsäulensegment angesteuert – von L3 bis S1.

Für HWS und LWS

Der Triton DTS kann sowohl die Lendenwirbelsäule als auch die Halswirbelsäule behandeln.

Für wen ist die Traktionstherapie geeignet?

Häufige Indikationen

  • Bandscheibenvorfall (Prolaps) und Bandscheibenvorwölbung (Protrusion)
  • Spinalkanalstenose
  • Radikulopathie (ausstrahlende Schmerzen ins Bein oder Arm)
  • Chronische Rückenschmerzen mit Bandscheibenbeteiligung
  • Facettengelenkarthrose
  • Degenerative Bandscheibenerkrankung
  • Postoperative Rehabilitation

Wann Traktion nicht geeignet ist

  • Akute Entzündungen oder Infektionen der Wirbelsäule
  • Instabile Frakturen
  • Schwere Osteoporose
  • Tumoren im Wirbelsäulenbereich
  • Schwangerschaft

So läuft die Behandlung bei THERACUS ab

  1. 1
    Befunderhebung: Zu Beginn steht eine gründliche Untersuchung. Wir analysieren Ihre Beschwerden, prüfen Ihre Bildgebung (MRT/Röntgen) und erstellen einen individuellen Therapieplan.
  2. 2
    Vorbereitung: Sie liegen bequem auf der Behandlungsliege. Ein Beckengurt und ein Brustgurt fixieren Sie sanft – die Behandlung ist schmerzfrei.
  3. 3
    Therapie: Der Computer steuert die Zugkraft in sanften, wechselnden Zyklen. Eine Sitzung dauert in der Regel 20–30 Minuten. Viele Patienten empfinden die Behandlung als angenehm und entspannend.
  4. 4
    Kombination: Die Traktion wird bei Bedarf mit Manueller Therapie, Elektrotherapie oder Wärmetherapie kombiniert – je nach Befund.
  5. 5
    Therapieserie: Für nachhaltige, langfristige Ergebnisse empfehlen wir eine Serie von 30–40 Sitzungen. Studien zeigen, dass sich nachweisbare Veränderungen im MRT bereits nach 10 Sitzungen zeigen können [1] – aber erst eine konsequente Serie über mehrere Wochen schafft die Voraussetzung für dauerhafte Entlastung und Regeneration der Bandscheibe.
  6. 6
    Prävention: Nach Abschluss der intensiven Therapiephase empfehlen wir, die Traktionstherapie regelmäßig als Erhaltungsmaßnahme fortzuführen – in der Regel eine Sitzung alle zwei Wochen. So bleibt die Bandscheibe entlastet, der Nährstofftransport wird weiter gefördert und erneuten Beschwerden kann vorgebeugt werden.

Häufig gestellte Fragen

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Quellenverzeichnis

  1. [1]Choi JH, Lee SH, Yoon KB (2022): Effect of Nonsurgical Spinal Decompression on Intensity of Pain and Herniated Disc Volume in Subacute Lumbar Herniated Disc. International Journal of Clinical Practice. PMC 9553669.
  2. [2]Ramos G, Martin W (1994): Effects of Vertebral Axial Decompression on Intradiscal Pressure. Journal of Neurosurgery, 81:350–353.
  3. [3]PMC 8808794 (2022): Short-Term Effect of Lumbar Traction on Intervertebral Discs in Patients with Low Back Pain: Correlation between T2 Value and ODI/VAS Score. Musculoskelet Sci Pract.
  4. [4]Guehring T, Unglaub F, Lorenz H et al.: Disc distraction enhances disc rehydration of the degenerated disc and improves disc nutrient diffusion via endplates. European Spine Journal.
  5. [5]Gionis TA, Groteke E (2003): Spinal Decompression. Orthopedic Technology Review.
  6. [6]Gose E, Naguszewski WR, Naguszewski RK (1998): Vertebral Axial Decompression for Pain Associated with Herniated and Degenerated Discs or Facet Syndrome: An Outcome Study. Journal of Neurological Research, 20(3):186–190.
  7. [7]ScienceDirect (2025): Exercise, manipulation and traction physiotherapy in the conservative management of lumbar disc herniation: A systematic review and meta-analysis.
  8. [8]Wang et al. (2022): Clinical Efficacy of Mechanical Traction as Physical Therapy for Lumbar Disc Herniation: A Meta-Analysis. PMC 9239808.
  9. [9]Journal of Contemporary Chiropractic (2025): Clinical and Imaging Outcomes of Non-Surgical Spinal Decompression for Lumbar Intervertebral Disc Lesions: A Case Series. Parker University.
  10. [10]Moustafa IM, Diab AA: Extension traction treatment for patients with lumbosacral radiculopathy – a randomized controlled trial with 6-month follow-up.